Freitag, 9. März 2012

Klarstellung

Mein Mann meinte gestern Abend - als er sich zu später Stunde den letzten Beitrag durchlas - man würde gar nicht sehen, dass ich gestrichen hätte. Geschrieben hätte ich es auch nicht. Daher wüssten Sie als meine Leser ja gar nicht, was geschlagene 4 Tage gedauert habe.

Das hat mich verunsichert und dazu gebracht, diese Klarstellung zu schreiben.

Ich habe gemalert.

Jawohl!

Im Schweiße meines Angesichts habe ich Farbe an die Wände gebracht, obwohl ich mir vor etwas mehr als 3 Jahren geschworen hatte, nie wieder einen Pinsel in die Hand zu nehmen, da ich im Jahr 2008 ganze drei Wohnungen gestrichen habe - zuerst meine als ich ausgezogen bin, dann die meines Mannes als wir aus seiner Wohnung ausgezogen sind und zeitgleich noch diese unsere gemeinsame neue Wohnung. Bis auf das Arbeitszimmer. Das habe ich jetzt gestrichen.

Der Grundton der Wände ist jetzt ein heller Sandton - ein ganz helles Taupe - so was in der Art jedenfalls. Die Decke und die Stuckleiste sind weiß geblieben. Das Feld mit den Bilderrahmen ist in pink abgesetzt (DAS erkennt man problemlos - denke ich). Um das Farbfeld herum habe ich aus Bodenabschlussleisten einen Rahmen gebaut, den ich ungeplant an die Wand nageln musste, da das mit dem Kleben nicht so funktioniert hat, wie ich es mir gewünscht hätte. Zum Schluss noch weiß lackiert - das hat das doch pinkige Pink etwas abgemildert. Die Bilderrahmen sind die günstigen aus dem blaugelben Möbelhaus - 17 Stück sind für sich allein ja schon eine Investition. So nach und nach werden die Rahmen sicherlich gegen höherwertige ausgetauscht. Den Schmetterling oben rechts in der Ecke könnten Sie für einen raffinierten Deko-Trick halten. Im Prinzip ist er das ja auch, denn an dieser Stelle passten die gesägten Gärungen leider nicht optimal zueinander. Eigentlich sollte der Schmetterling also nur einen Makel retuschieren; jetzt gibt er dem ganzen - wie wir finden - eine besondere Note, so als wäre es genauso geplant gewesen. Als ob er genau da hin gehören würde. Strike!

Die Idee mit den Schwarz-Weiß-Bildern stammt übrigens von meinem Mann, bei dem ich mir noch immer nicht sicher bin, ob es sich nicht tatsächlich doch nur um einen Klon meines Mannes handelt. Aber: Die Idee ist perfekt. Das Pink wird nicht durch andere Farben ver”buntelt” und das Auge nicht allzu sehr gestresst. Kitschig sollte es ja schließlich auch nicht werden.  Mangels ausreichender Bilder aus der gesamten Sippschaft sind einige Bilderrahmen noch leer und nur mit schwarz-weißem Designpapier gefüllt.

Das Stanzenboard ist eine MDF-Platte mit 18 mm Stärke in den Maßen 60 cm x 100 cm, welche mir ein sehr netter Mann im Baumarkt nach meinen Wünschen zugeschnitten hat. Als er mich fragte, wofür die Platte sein soll (es ging um die Stärke derselben) und womit ich sie denn bekleben wolle, war ich mir nicht sicher, ob er nachvollziehen könnte, was ich tatsächlich vorhabe. Und als ich dann noch sagte, dass die Platte mit Zeitungen beklebt werde - wie sollte ich ihm in kurzen Worten erklären, was Stanzen sind, was die Living At Home ist und was für Stangen ich dazu an die Platte schrauben möchte - sah er mich schon sehr ungläubig an … Zeitungen!? Ich hab mich ernsthaft gefragt, ob er mich für irgendeine Spinnerte im Dekowahn hielt. Und was zum Geier ist an einer BILD-Zeitung oder bestenfalls dem Hamburger Abendblatt dekorativ? Aber was soll’s - das ist sein Job und im Zweifel sehe ich ihn nie wieder oder er erkennt mich nicht, weil er tagtäglich so spinnerte Weiber wie mich bedient. Lange Rede, gar kein Sinn. Die Herkunft des verwendeten Bildmaterials hatte ich ja bereits gestern erwähnt. Aufgetragen habe ich die Bilder mit einer gehörigen Portion Bastelkleber, den ich mit etwas Wasser verdünnt habe, und einem größeren Pinsel (Kunststoffborsten - glaube ich). Dabei sollten sie auf die Platte Kleber aufbringen, das Bild auflegen und beherzt von der Mitte heraus nach außen ausstreichen - am Pinsel darf sich auch dabei eine gute Ladung Kleber befinden. Anfangs war ich selbst nicht so beherzt und so schlägt das ein oder andere Bildchen jetzt Falten, was aber so sehr gar nicht auffällt - zumindest nicht bei der Draufsicht, haha. Die Stangen sind im Abstand von jeweils 17 cm zueinander angebracht, nach oben etwas weniger Platz, nach unten etwas mehr, weil hier ja noch das Körbchen baumelt. Ich befürchte jetzt schon, dass ich irgendwann nochmal ein zweites bauen muss, weil der Platz an den Stangen schon beinahe komplett belegt ist. Über der Nähmaschine (hinter meinem Rücken an der Wand) wäre noch ein Plätzchen dafür. Den Rand der Platte habe ich übrigens mit dem Pink, welches schon den Hintergrund für das Bilderfeld geliefert hat, gestrichen - so bleibe ich bei meinem Farbkonzept.

So, ich denke, meine werte Leserschaft dürfte jetzt ausführlich genug geschildert bekommen haben, womit ich die ersten 4 Tage dieser Urlaubswoche verbracht habe.

Wenden wir uns jetzt wieder neuen bzw. anderen Dingen zu.

Der Wäscheständer ist voll!

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